Propan als Kältemittel: warum R290 die Zukunft ist
Veröffentlicht am 03.09.2026
Warum die Umstellung
Alte Kältemittel wie R410A oder R32 haben ein hohes Treibhauspotenzial (GWP): R410A liegt bei 2.088, R32 bei 675. Zum Vergleich: R290 (Propan) hat einen GWP von 3. Für den Klimaschutz macht das einen gewaltigen Unterschied — wenn nach 15 Jahren Kältemittel entweicht, sind bei R410A ein Kilogramm so klimaschädlich wie zwei Tonnen CO&sub2;.
Die technischen Vorteile
- Höhere Vorlauftemperaturen möglich: R290 erreicht problemlos 65 – 75 °C — ideal für Altbauten mit Radiatoren.
- Weniger Füllmenge: nur 30 – 40 % der Menge im Vergleich zu R410A.
- Bessere Effizienz bei tiefen Außentemperaturen: R290 arbeitet bei −20 °C noch mit brauchbarer COP.
Und die Nachteile?
Propan ist brennbar. Deshalb dürfen R290-Wärmepumpen nicht in geschlossenen Räumen aufgestellt werden — Außenaufstellung ist Pflicht. Für Monoblock-Wärmepumpen kein Problem, für Split-Innengeräte ein Ausschluss.
Was Sie beim Kauf beachten sollten
Achten Sie im Angebot auf die Angabe „Kältemittel R290" — das ist der 5 %-Effizienzbonus bei der BAFA-Förderung wert. Bei einer 25.000-€-Anlage sind das 1.250 € zusätzlicher Zuschuss. Fragen Sie den Fachbetrieb auch nach der Wartungsintervall-Empfehlung — bei natürlichen Kältemitteln ist eine Sichtprüfung alle 2 Jahre üblich, keine gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfung.