Hybrid-Wärmepumpe: WP plus bestehende Heizung
Wenn Ihr Altbau nur teilweise saniert ist und die reine Wärmepumpe an ihre Grenzen käme — dann übernimmt der bestehende Gas- oder Ölkessel an sehr kalten Tagen die Spitzenlast.
Wie es funktioniert
Die Wärmepumpe deckt 80 – 90 % der Jahresheizenergie ab — nämlich alles bis etwa −5 °C Außentemperatur. Wird es kälter, springt automatisch der vorhandene Kessel ein. Die Regelung entscheidet minütlich, welche Wärmequelle günstiger ist.
Wann Hybrid Sinn macht
- Unsanierter Altbau, hoher Wärmebedarf (> 150 kWh/m²a): Reine Luft-Wasser-WP wäre unwirtschaftlich (JAZ unter 2,5). Hybrid hält die WP im effizienten Bereich.
- Bestehender Kessel noch nicht abgeschrieben: Kein Sinn, funktionierendes Gerät wegzuwerfen. Hybrid nutzt es weiter.
- Etappen-Sanierung geplant: Nach Dämmung/Fenstertausch übernimmt die WP mehr, der Kessel läuft immer seltener — bis er komplett wegkann.
Kosten und Amortisation
Eine Hybridanlage kostet häufig 15.000 – 24.000 €. Ob und in welchem Umfang einzelne Komponenten förderfähig sind, muss anhand der aktuellen KfW-Bedingungen und des konkreten Anlagenkonzepts geprüft werden. Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung sollte Verbrauch, Tarif und Betriebsweise berücksichtigen.
Wichtig: Ab 2028 nur mit 65 %-Erneuerbaren-Anteil
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verlangt in Bestandsgebäuden ab 2028 einen 65 %-Anteil erneuerbarer Energie. Eine Hybridanlage erfüllt das nur, wenn die WP im Jahresmittel > 65 % der Heizarbeit übernimmt. Ein guter Fachbetrieb berechnet das für Ihr Haus konkret.
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