Luft-Wasser-Wärmepumpe: der pragmatische Klassiker
Die häufigste Wärmepumpe in Deutschland — weil sie universell einsetzbar ist, wenig Aufwand bei der Installation braucht und im Vergleich am günstigsten ist.
Wie sie funktioniert
Ein Ventilator saugt Außenluft an. Über einen Wärmetauscher wird die Wärme aus der Luft an ein Kältemittel übergeben. Ein Verdichter erhöht die Temperatur, und über einen zweiten Wärmetauscher wird das Heizungswasser erwärmt. Selbst bei −15 °C liefert eine moderne Luft-Wasser-WP noch nutzbare Wärme.
Bauformen: Monoblock vs. Split
Monoblock (empfohlen)
Das komplette Kältesystem sitzt im Außengerät, im Haus wird nur Heizungswasser geführt. Vorteil: keine gesetzliche Kälteschein-Pflicht für den Installateur, weniger Wartung, dichtes System. Preis: 18.000 – 28.000 €.
Split-Ausführung
Kältemittel läuft zwischen Außen- und Innengerät. Innengerät im Keller (Hydraulikmodul). Vorteil: effizienter bei sehr kalten Temperaturen. Nachteil: aufwendigere Wartung, Kältemittel-Nachfüllung nur durch zertifizierten Betrieb. Preis: 22.000 – 32.000 €.
Wann sie passt
- Neubau mit Fußbodenheizung: ideal. JAZ 4,0 – 4,5 realistisch.
- Bestandsgebäude mit KfW-55-Standard oder besser: passt gut, JAZ 3,5 – 4,0.
- Unsanierter Altbau mit Radiatoren: geht, braucht aber größer dimensionierte Einheit und ggf. Heizkörpertausch. JAZ 2,8 – 3,4.
KfW-Heizungsförderung
Für eine förderfähige Luft-Wasser-Wärmepumpe kann im Bestandsgebäude die KfW-Heizungsförderung infrage kommen. Neben der Grundförderung sind abhängig von Technik und persönlichen Voraussetzungen Bonuskomponenten möglich. Verbindlich sind die Bedingungen zum Zeitpunkt der Antragstellung.
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