Wärmepumpe mit PV-Anlage: die Kombi, die sich rechnet
Der eigene Sonnenstrom senkt die Betriebskosten der Wärmepumpe massiv. Ideal ausgelegt lassen sich 30 – 50 % des Wärmepumpen-Stroms selbst produzieren.
Warum die Kombination so stark ist
Eine Wärmepumpe verbraucht in einem Einfamilienhaus 3.500 – 6.500 kWh Strom pro Jahr. Eine 10-kWp-PV-Anlage produziert 9.000 – 11.000 kWh — davon werden 30 – 40 % im Haus direkt verbraucht. Mit Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauchsanteil auf 60 – 75 %.
Ideale Auslegung
| Komponente | Empfehlung EFH 140 m² |
|---|---|
| PV-Leistung | 8 – 12 kWp |
| Ausrichtung | Süd oder Ost-West-Split |
| Batteriespeicher | 8 – 12 kWh nutzbar |
| Wärmepumpen-Leistung | 6 – 10 kW thermisch |
| Pufferspeicher | 500 – 800 Liter |
Der SG-Ready-Effekt
Moderne Wärmepumpen haben eine SG-Ready-Schnittstelle. Die PV-Steuerung meldet der Wärmepumpe: „PV-Überschuss vorhanden" — die WP fährt dann die Vorlauftemperatur bewusst höher (55 °C statt 45 °C) und lädt den Pufferspeicher voll. Diese Wärme steht auch abends noch zur Verfügung — quasi eine thermische Batterie.
Amortisation der Gesamtinvestition
PV-Anlage, Wärmepumpe und Speicher bilden zusammen eine größere Investition. Kosten, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit unterscheiden sich stark nach Gebäude, Heizlast, Anlagengröße und Tarif. Lassen Sie Angebote und eine belastbare Simulation für das konkrete Objekt erstellen; eine pauschale Amortisationszusage ist nicht seriös.
Wichtig: den Zähler richtig setzen
Für den Wärmepumpen-Sonderstrom-Tarif brauchen Sie einen separaten Zähler. Achten Sie darauf, dass PV, Speicher und WP vor diesem Zähler verkabelt sind — sonst zahlen Sie den PV-Strom für die WP zum Netzpreis, obwohl er von Ihrem eigenen Dach kommt.
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