Vorlauftemperatur senken: 5 Maßnahmen für den Altbau
Veröffentlicht am 18.09.2026
1. Hydraulischer Abgleich (Pflicht seit 2022)
Bei einem hydraulischen Abgleich wird der Wasserdurchfluss durch jeden Heizkörper präzise justiert. Ergebnis: die Vorlauftemperatur kann meist um 3 – 5 K gesenkt werden, ohne dass es irgendwo kalt wird. Kosten: 700 – 1.400 € für ein EFH.
2. Große statt kleine Heizkörper
Wo bisher ein 60x60-cm-Radiator hängt, könnte ein 60x120 hin — mit doppelter Fläche kommt die gleiche Wärme bei 10 K niedrigerer Vorlauftemperatur. Pro Heizkörper 300 – 600 €. In den wichtigsten 2 – 3 Räumen umsetzen genügt oft.
3. Fußbodenheizung nachrüsten (dünn)
Neue Trockenbau-Fußbodenheizungen bauen nur 15 – 25 mm auf, ideal bei begrenzter Raumhöhe. Kosten: 80 – 120 € pro Quadratmeter. Rechnet sich vor allem im Wohn-Ess-Bereich, wo lange Verweilzeiten sind.
4. Fenster mit besseren U-Werten
Alte Fenster mit U-Wert 2,4 W/m²K gegen neue mit 1,0 W/m²K getauscht — der Heizbedarf sinkt um 8 – 15 %. Das verschiebt die Auslegung der WP zu einer kleineren, effizienteren Einheit.
5. Dachdämmung — der grösste Hebel
Ungedämmtes Dach verliert 25 – 35 % der Heizenergie. Zwischensparren- oder Aufsparrendämmung reduziert das drastisch. Kosten je nach Konstruktion 120 – 220 € pro m². KfW-Zuschuss bis zu 20 % möglich.
Reihenfolge planen
Vor dem WP-Einbau lohnt sich ein Energieberater (300 – 600 €). Der ermittelt, welche Maßnahmen bei Ihrem Haus die größte Wirkung haben. Manchmal lohnen sich zwei kleine Dämmschritte vor der WP mehr als der teuere Fensteraustausch.